Die Immobilienmarktentwicklung im Nürnberger Land zeigt ebenfalls interessante Trends. In den letzten Jahren hat die Region von der Nähe zu Nürnberg profitiert, was zu einer steigenden Nachfrage nach Wohnraum geführt hat. Viele Menschen suchen nach Wohnmöglichkeiten in den umliegenden Gemeinden, da sie dort oft mehr Platz und eine ruhigere Umgebung finden, während sie gleichzeitig die Vorteile der Großstadt in Reichweite haben.
Die Preise für Immobilien im Nürnberger Land sind in der Regel günstiger als in Nürnberg selbst, was die Region für Familien und Pendler attraktiv macht. Dennoch sind auch hier die Preise in den letzten Jahren gestiegen, insbesondere in gefragten Orten und Neubaugebieten. Die Entwicklung neuer Wohnprojekte und die Verbesserung der Infrastruktur tragen dazu bei, dass die Region weiterhin an Beliebtheit gewinnt. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Immobilienmarkt im Nürnberger Land eine positive Entwicklung zeigt, mit einer Mischung aus Chancen für Käufer und Investoren sowie Herausforderungen in Bezug auf die Schaffung von ausreichend Wohnraum.


Entwicklung im Nürnberger Land
Das Nürnberger Land kommt in die Jahre – und ist auf das Wohnen der älteren Menschen nicht vorbereitet: Die Baby-Boomer gehen bis 2035 komplett in Rente. Dann werden im Landkreis Nürnberger Land rund 7100 Menschen mehr im Ruhestand sein als heute – insgesamt nämlich rund 44.400. Das geht aus einer Regional-Untersuchung zum Senioren-Wohnen hervor, die das Pestel-Institut gemacht hat.
Die Wissenschaftler warnen dabei: „Der Wohnungsmarkt im Nürnberger Land ist mit der neuen Rentnergeneration der geburtenstarken Jahrgänge komplett überfordert. Es fehlen Seniorenwohnungen“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.
Schon jetzt gebe es einen massiven Mangel an altersgerechten Wohnungen. „Das wird sich in den nächsten Jahren allerdings noch enorm verschlimmern. Oder anders gesagt: Das Nürnberger Land rast mit 100 Sachen auf die graue Wohnungsnot zu“, so Matthias Günther.
Konkrete Zahlen
Der Leiter des Pestel-Instituts nennt dazu konkrete Zahlen: So gibt es aktuell rund 78.400 Haushalte im Landkreis Nürnberger Land. In 36 Prozent davon leben Senioren. „Bereits heute braucht das Nürnberger Land rund 6500 Wohnungen für die älteren Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Doch diese Seniorenwohnungen gibt der Wohnungsmarkt im Nürnberger Land bei Weitem nicht her“, sagt Matthias Günther. Und für 2045 ermittelt die Untersuchung bei den benötigten Seniorenwohnungen sogar einen deutlichen Anstieg: So wird der Landkreis Nürnberger Land in 20 Jahren für rund 9200 Seniorenhaushalte Wohnungen brauchen, die zum Leben im Alter passen.
Eigentlich sei der Bedarf sogar noch höher, so das Pestel-Institut. „Denn ein Großteil der altersgerechten Wohnungen wird noch nicht einmal von Älteren bewohnt. Oft nutzen nämlich auch Familien den Komfort einer Wohnung ohne Schwellen, mit breiten Türen, Fluren und Räumen. Denn wo das Leben mit einem Rollator klappt, da kommt man auch mit einem Kinderwagen klar“, sagt Matthias Günther.
Neben dem Neubau sei deshalb vor allem eine Sanierungsoffensive notwendig, um für mehr seniorengerechte Wohnungen im Nürnberger Land zu sorgen. „Doch die ist bislang nicht in Sicht: Das Fatale ist, dass wir dazu politisch nur eine Vogel-Strauß-Taktik erleben. Statt mit einem effektiven Programm fürs Senioren-Wohnen das Problem anzupacken, hat vor allem der Bund den Kopf in den Sand gesteckt und die graue Wohnungsnot seit Jahren ignoriert“, sagt Günther.
„Wohnungsbau braucht Schub“
Das müsse sich jetzt dringend ändern, fordert Katharina Metzger. Sie ist Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), der die Regional-Untersuchung zum Senioren-Wohnen beim Pestel-Institut in Auftrag gegeben hat. An die Adresse der Bundestagsabgeordneten aus Bayern richtet Katharina Metzger den Appell: „Das Wohnen muss bei den Koalitionsverhandlungen ein absoluter Schwerpunkt sein. Der Wohnungsbau braucht einen gewaltigen Schub.“
Eine künftige Bundesregierung müsse den Wohnungsbau als Motor für die Binnenkonjunktur entdecken und nutzen: „Es geht um mehr Seniorenwohnungen, die durch Neubau und Sanierung entstehen müssen – auch im Nürnberger Land.
Die neue Bundesregierung müsse die Brisanz, die die Wohnungsnot habe, dringend erkennen: „Wer schlecht wohnt, fühlt sich schlecht regiert. Wer eine horrende Miete zahlen muss oder erst gar keine Wohnung findet, die er noch irgendwie bezahlen kann, bei dem wächst Frust. Das alles ist sozialer und letztlich auch demokratischer Sprengstoff“.
Sanierungsoffensive gefordert
Gemeinsam mit den Wissenschaftlern vom Pestel-Institut warnt der Baustoff-Fachhandel eine Bundesregierung davor, beim Wohnungsbau die politische „Weiter-so-Taste“ zu drücken: „Wenn sich die Wohnungsbau-Krise weiter zuspitzt, wird das auch im Nürnberger Land einen erheblichen Verlust von Arbeitsplätzen auf dem Bau bedeuten. Dabei geht es um die Jobs von Bauarbeitern, die im Nürnberger Land dringend gebraucht werden – für den Neubau und für das Sanieren von Wohnungen“, sagt Matthias Günther.
Der Chef-Ökonom des Pestel-Instituts hat bei einer Sanierungsoffensive für mehr altengerechte Wohnungen vor allem auch die rund 19.200 Haushalte im Landkreis Nürnberger Land im Blick, wo Senioren in den eigenen vier Wänden wohnen: „Ob Eigenheim, Reihenhaus oder Eigentumswohnung – es ist wichtig, älteren Menschen für ihr Wohneigentum rechtzeitig einen Anreiz zu geben, ihr eigenes Zuhause seniorengerecht umzubauen. Dabei ist das Bad das A und O.“ Das Wichtigste seien große Bäder mit einer Dusche ohne Schwellen und Stufen.
Bei Senioren, die zur Miete wohnen, warnt das Pestel-Institut vor Altersarmut: „Bei vielen Baby-Boomern gab es immer wieder Phasen von Arbeitslosigkeit. Außerdem waren die geburtenstarken Jahrgänge die, die oft zum Niedriglohn gearbeitet haben. Also gehen viele der Baby-Boomer mit einer eher kleinen Rente nach Hause. Ihre Miete können sie sich damit nicht mehr leisten – sie wird zur K.o. Miete‘. In Zukunft werden also deutlich mehr Menschen als heute im Nürnberger Land auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, um überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben“, so die Prognose von Pestel-Institutsleiter Günther.
6,80 Euro pro Quadratmeter
Die Untersuchung nimmt auch das Mieter-Portemonnaie der Senioren ins Visier: So liegt die durchschnittliche Kaltmiete im Landkreis Nürnberger Land aktuell bei rund 6,80 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. 66 Prozent der Seniorenhaushalte, die zur Miete wohnen, leben sogar günstiger: Rund 4800 Haushalte im Landkreis Nürnberger Land, in denen Ältere leben, zahlen nach Angaben des Pestel-Instituts derzeit weniger als die Durchschnittsmiete.
„Noch jedenfalls“ , sagt Ökonom Matthias Günther. Denn das werde sich deutlich ändern, wenn der Staat nicht bereit sei, den Neubau von Seniorenwohnungen und den altersgerechten Umbau bestehender Wohnungen kräftig zu unterstützen. Dabei warnt der Wissenschaftler: „Eine Wohnung altersgerecht zu machen, kostet Geld und schraubt die Miete nach oben. Aber eine höhere Miete können sich viele Ältere einfach nicht leisten. Und erst recht nicht die Kosten für eine seniorengerechte Sanierung ihrer Wohnung.“
Dabei sei es für die öffentlichen Kassen in der Regel sogar deutlich günstiger, altersgerechten Wohnraum zu schaffen: „Andernfalls sind Ältere nämlich gezwungen, ins Heim zu gehen. Und die Kosten für einen Heimplatz stehen auf Dauer in keinem Verhältnis zu dem, was der Staat investieren müsste, um eine altersgerechte Wohnung zu schaffen“, so Pestel-Institutsleiter Matthias Günther.
Immobilien-Preisfindung
Die Frage nach dem Preis einer Immobilie stellt sich vielen Besitzern oder Kaufinteressenten, doch wo fängt man mit der Bewertung an?
Es kommt sicherlich auch die Frage auf, welche Unterschiede es zwischen Immobilien in der Stadt Nürnberg und ländlichen Regionen gibt. Hier gibt´s einige Tipps und Hinweise, die bei der Bewertung von Immobilien wichtig sind.
Setzen Sie auf regionale Expertise
Niemand kennt den Immobilienmarkt so gut wie regionale Experten und Immobilienmakler. Wenn Sie besonders auf ländliche Objekte aus sind oder ein Haus auf dem Land besitzen und es verkaufen wollen, sollten Sie einen regionalen Makler kontaktieren.
Ein weiterer Vorteil regionaler Experten ist, dass sie potenzielle Käufer und Verkäufer kennen. So können Sie Ihr Haus schneller verkaufen oder schneller ein Haus erwerben.
Die Besonderheiten des Immobilienmarkts im Nürnberger Land
Der Immobilienmarkt im Nürnberger Land hat seine eigenen Spielregeln. Anders als in Großstädten wie Nürnberg ist die Nachfrage hier stärker von regionalen Faktoren geprägt. Ländliche Gebiete ziehen vor allem Familien und Ruhesuchende an. Doch was macht diesen Markt so besonders?
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Hohe Nachfrage nach Einfamilienhäusern
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Günstigere Preise als in der Stadt
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Starke regionale Bindung
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Langfristige Perspektive
Die Bewertung von Immobilien unterscheidet sich zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. In der Stadt gehts um die Lage und Infrastruktur. Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitsplätzen und vor allem die Grundstückspreise erhöhen die Kaufpreise. Ein Quadratmeterpreis für eine zentrale Wohnung in Nürnberg kann deutlich höher sein als für ein Haus auf dem Land, selbst wenn die Wohnfläche vergleichbar ist.
Auf dem Land zählen andere Dinge als in der Stadt. Hier bestimmen vor allem diese Faktoren den Wert einer Immobilie:
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Größe des Grundstücks
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Zustand der Immobilie
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Lage und Umgebung
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Nähe zur nächsten Stadt oder Einkaufsmöglichkeiten
Ein freistehendes Haus mit großem Garten wird oft höher bewertet als ein Reihenhaus. Die Entfernung zu Schulen oder anderen Einrichtungen spielt ebenfalls eine Rolle, allerdings weniger stark als in der Stadt.
Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei der Zielgruppe. Während in der Stadt vor allem junge Berufstätige oder Investoren Immobilien kaufen, suchen auf dem Land eher Familien oder ältere Menschen ein neues Zuhause. Dadurch ist die Nachfrage oft ganz anders verteilt.
Wer eine Immobilie bewerten möchte, sollte daher die Besonderheiten des jeweiligen Marktes genau im Blick haben. Ein regionaler Makler ist hier eine wertvolle Hilfe, denn er kennt nicht nur den Markt, sondern auch die Wünsche potenzieller Käufer.
Die richtige Bewertung der Immobilie spielt eine wichtige Rolle. Gerade auf dem Land kann die Bewertung jedoch recht komplex sein. Hier sollten auf jeden Fall die richtigen Methoden angewandt werden.
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Vergleichswertverfahren: Der Wert wird anhand ähnlicher, kürzlich verkaufter Immobilien in der Region ermittelt. Besonders geeignet für Einfamilienhäuser.
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Sachwertverfahren: Hier wird der Wert der Bausubstanz berechnet, kombiniert mit dem Grundstückswert. Oft genutzt bei älteren Immobilien.
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Ertragswertverfahren: Wichtig für Renditeobjekte, wie Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien.
Dabei ist aber auch klar, dass Sie die Bewertung nicht selbst durchführen können. Hier kommt ein Gutachter ins Spiel.
Empfehlung:
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Lassen Sie die Immobilie von einem Experten begutachten.
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Berücksichtigen Sie aktuelle Marktdaten und regionale Besonderheiten.
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Pflegen und renovieren Sie die Immobilie, bevor sie bewertet wird.
Regionale Immobilienmakler sind hier oft unverzichtbar. Sie kennen die lokalen Märkte, verfügen über aktuelle Daten und können auch Faktoren wie die Lage oder das Potenzial eines Objekts optimal einschätzen.
Nürnberger Land ist angesagteste Wellness-Region Deutschlands - 'ein besonderes Fleckchen Erde'
Den ersten Platz im Ranking der deutschen Wellness-Trend-Regionen holt sich mit einem Google-Suchvolumenwachstum um 39,58 Prozent das Nürnberger Land. 'Eine Region, die Genuss, Entspannung und Kultur verbindet', teilt Wellnessreisen.com mit. 'Nur einen Steinwurf von Nürnberg entfernt, eröffnet sich hier ein besonderes Fleckchen Erde mit sanften Hügeln, urigen Wäldern und idyllischen Flusstälern', heißt es weiter.
Wellness-Fans dürfen sich demnach auf 'Erholung in charmanten Landhotels, entspannenden Thermen oder beim Waldbaden in der Natur' freuen, während Kulturinteressierte zahlreiche 'geschichtsträchtige Orte und spannende Traditionen' kennenlernen können. Auf zahlreichen Wander- und Radwegen lasse sich die Natur zudem aktiv entdecken. Geschichtsträchtige Burgen, romantische Schlösser und kleine Museen liefern Besuchern derweil einen Einblick in das kulturelle Erbe der Region.
Wellness-Hotspot in Franken: Eine Region boomt wie keine andere
Und auch für Genießer hält das Nürnberger Land einige 'Höhepunkte' bereit. 'In gemütlichen Gasthäusern trifft fränkische Küche auf saisonale Spezialitäten - etwa während der 'Hopfenwochen', wenn das 'grüne Gold' im Mittelpunkt steht', teilt Wellnessurlaub.com mit. Wer entschleunigen will, ohne dabei auf Vielfalt verzichten zu müssen, sei im Nürnberger Land deshalb genau richtig.
