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Zum Bauturbo-Optimismus 2025 sind zwei Überlegungen evident, die den relativieren. 

1. Die neue Regierung will ja nun beim Wohnbau einen Turbo einschalten. Sie sollte aber bedenken, dass wenn es nicht gelingt, die Genehmigungs- und Bauzeiten drastisch zu verkürzen, wird das selbst im Erfolgsfall wohl erst am Ende ihrer laufenden Amtszeit erste Auswirkungen für den Wohnungsmarkt zeitigen können und sicherlich die entstandenen Angebotslücken bis dahin nicht annähernd auffüllen können.

2. Auch die schrumpfende Wohnungsgrösse deutet auf einen schwindenden Wohlstand hin, so wie dies auch das höchste durchschnittsalter aller Zeiten der Pkw von 10,5 Jahren tut. Hinter der Fassade der Inflation können sich immer mehr Menschen nicht mehr das leisten, was schon mal erreicht wurde.

Aber wundert Sie das wirklich? Jahrelang haben Politiker, aber auch Unternehmen den Leutchen eingeredet, es wäre ganz schön, wenn sie frühzeitig in den Ruhestand gehen. Die Arbeitszeiten wurden verkürzt, Teilzeit als großes Plus angesehen. Büromenschen setzten noch eins mit dem Homeoffice drauf. Auch beim Krankenstand geht es lässig zu, man fühlt sich häufiger nicht mehr arbeitsfähig.

Und alle Welt beeilt sich, gegenseitig Absolution zu erteilen und zu versichern, dass all das dem Wohlstand nichts anhaben könne. 
Wer an „ohne Fleiss kein Preis“ erinnert, gilt als rückständiger Spielverderber, der keine Ahnung von der schönen neuen Welt hat.
Von der Bürgergeld-Problematik sei hier gar nicht gesprochen.